Mirai: Kahlschlag bei der deutschen Belegschaft von Fujitsu?

Wir befürchten: ja!

Erste Gerüchte in unserem Forum auf NetzwerkIt:

Ende September eröffnet ein Teilnehmer in unserem Forum auf NetzwerkIt einen neuen Thread mit der Frage:

Mirai – mit positivem Blick in die Zukunft – für wen?

Er schreibt:

„Seit einiger Zeit schwebt ein neues, schon wieder (Jupiter) nicht offen kommuniziertes, Projekt „Mirai“ durch das Unternehmen. Eine schöne neue Unternehmensstruktur wurde präsentiert. Was genau kommt auf uns zu?
Die Kommunikation ist wie auch schon bei Jupiter unter aller Sau! Deshalb würde ich hier gern einen neuen Thread aufmachen um den Flurfunk zu kanalisieren. Wer weis genaueres? Was wird tatsächlich geplant? Kommt wieder eine Entlassungswelle auf uns zu oder geht’s diesmal sogar einen Schritt weiter? Gerüchte deuten darauf hin…Und diesmal erhärten sie sich zunehmend. Also wer weis genaueres?“

Mitteilung von Duncan Tait und Lothar Kuhn an die Belegschaft:

Ein paar Tage später werden wir von Duncan Tait und unserem obersten Betriebsrat Lothar Kuhn darüber informiert, dass Management und europäischer Betriebsrat dem neu vorgeschlagenen Betriebsmodell in der Region EMEIA zugestimmt haben. Beide versichern ausdrücklich:

„Mirai ist kein Stellenabbauprogramm“!

Konkrete Gerüchte über Betriebsschließungen:

Leider berichten Teilnehmer in unserem Forum etwas anderes, sie befürchten:

  • „ein Jupiter 2 oder noch drastischer Standortschließungen bis hin zu Geschäftsauslagerungen“
  • „Es muss beim Hardware-Geschäft wohl mit dem Ausstieg gerechnet werden“ mit Vera Schneevoigt als verantwortliche Abwicklerin
  • das der Standort Paderborn dicht gemacht wird
  • Verkauf des Bereich PSO (Product Supply Operations)
  • „Versetzung aller MA nach Augsburg und Sömmerda und Schließung des Standortes Paderborn“
  • „In PDB verstärkt sich das Gerücht, dass am Standort zum 30.09.2016 das Licht ausgeht.“

Ein Teilnehmer wird ganz konkret, er schreibt:

Gerüchte und Anzeichen:

  • Für Manager gibt es schon eine Bewerbungsplattform, auf der sie sich bis zur Wirtschaftsausschusssitzung bewerben können. An dem Tag wird das Portal geschlossen.
  • Für Paderborner Projekte gibt es wohl kein Budget für das kommende Geschäftsjahr
  • Nur 1 Azubi und keine ATZ Verträge, wegen dem geplanten Programm.
  • ERA Abgruppierungen vieler Mitarbeiter und keine Aufgruppierungen von AZUBIs und „Altfällen“ wegen Abfindungen
  • Ersatz für Herrn Seick als „Abwickler“ des Standorts Paderborn
  • Ersatz aus Walldorf wegen ggf. Übernahme kleiner Unternehmensbereiche durch SAP
  • Fujitsu wird eine reine Servicegesellschaft mit Belieferung aus Japan (1. Schritt: Schließung bzw. Verlagerung nach Augsburg; 2. Schritt: Verlagerung der Produktion nach Asien)
  • Keine Entlassungen (nur Standortschließung) und Versetzung der MA in neue Stellen in der neuen Struktur durch MIRAI (aber ggf. an einem anderen Standort). Da werden viele nicht mitgehen.
  • Standortschließung als Umgehung von Abfindungen und Sozialplan/ -vertrag
  • Eindeutige Zeichen des BR und vieler führender MA auf ein „einschneidendes Ereignis“ am 19.10
  • Empfehlung und Erlaubnis zur Bewerbung aus Richtung „höherer Kreise“
  • Doppelarbeit in vielen Projekten zwischen Paderborn und Japan sowie Paderborn und Augsburg
  • Wenig Einbindung des Standortes Paderborn in manchen Projekten, bei denen eigentlich Paderborn eine „Hauptrolle“ spielt
  • Aktuell wenig Arbeit am Standort Paderborn
  • Wenig bis keine Motivation von Seiten der Führungskräfte
  • Versetzung aller MA nach Augsburg und Sömmerda und Schließung des Standortes Paderborn. Dieser ist allerdings noch lange gemietet. Alle nicht freiwillig „gegangenen“ MA werden dann doch in PB weiterbeschäftigt bis zum Mietende
  • Jupiter wurde jetzt abgeschlossen und das Fazit hat ergeben, dass es noch nicht gereicht hat

Frühere Drohungen mit Betriebsschließungen durch Fujitsu:

Uns kommen diese Gerüchte bekannt vor.

Bereits bei den Verhandlungen zu dem Massenentlassungsprogramm JUPITER 2013 drohte Fujitsu mit:

  • Stilllegung der Betriebe Paderborn und Sömmerda, Konzentration in Augsburg
  • Stilllegung von 4 der heute 7 Betrieben der Vertriebsstandorte
  • Einschränkung des Betriebs München auf HQ-Funktionen mit nur noch 100 Mitarbeitern
  • Zusätzlicher Abbau von 500 – 1000 Arbeitsplätzen als Folge der Stilllegung
  • weiterer Abbau von 500 Arbeitsplätzen wegen des weiterhin schlechten Geschäftsverlaufs
  • Verlagerung der Baugruppenfertigung aus ABG nach Ostasien

Was wird Mirai der Belegschaft von Fujitsu bringen?

Wir denken, nach der Betriebsversammlung in Paderborn am 19.10.2015 wissen wir mehr.

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